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Investition in die Zukunft

Artikel vom 04.11.11, Nordsee-Zeitung

Bremerhaven. Manchmal müsse man ihren Partner Rolf Rohden wieder auf den Teppich holen, sagt Martina Kuhlmann und lacht. „Der sprudelt nur so über.“ Doch genau diese Mischung aus Denkfabrik, Ingenieurswissen und innovativer Technik macht die Stärke ihrer Firma Innoven aus. Dafür erhielten sie am Mittwoch den mit 50 000 Euro dotierten Gründerpreis. Von Rainer Donsbach

Die zum 15. Mal von der Dieckell-Stiftung, der Sparkasse und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS ausgelobte Auszeichnung geht in diesem Jahr an ein Unternehmen, das nach Überzeugung der Fachjury ein hohes Entwicklungspotential hat. Martina Kuhlmann ist Diplom-Physikerin, Rohden kommt aus dem Schiffbau. Vor sieben Monaten haben sie sich zusammengeschlossen und mit ihrer Firma Innoven im Fischereihafen angesiedelt. Warum sie von ihrer früheren Wirkungsstätte in Ostfriesland nach Bremerhaven gekommen sind? „Weil dies der optimale Standort für innovative Energiesysteme ist“, sagen beide. Windkraft und Wasserenergie sind ihre Themen, die sie möglichst umfassend betrachten wollen.

Keine Luftschlösser

Ihre Dienstleistung zielt deswegen auch über die üblichen Ingenieursleistungen wie Entwurfskizzen und Detailplanung hinaus. „Wir können in unserer Produktionshalle auch die Prototypen bauen“, sagt Martina Kuhlmann, „die in Betrieb nehmen und auf Wunsch auch die Serienfertigung begleiten“. Beim Schiffbau wird über neue zusätzliche Antriebssysteme nachgedacht, die den hohen Brennstoffverbrauch deutlich reduzieren. Dass sie hier keine Luftschlösser verkaufen können, ist beiden nur allzu klar. „Reeder sind sehr konservativ“, sagen die Preisträger.“ Um die von etwas Neuem zu überzeugen, muss das wirklich Hand und Fuß haben.

Für BIS-Geschäftsführer Nils Schnorrenberger ist Innoven eine ideale Ergänzung zum „High-Tech-Standort Bremerhaven“. „Wir brauchen solche kreativen Denker, um den Vorsprung gegenüber anderen Standorten zu halten“, sagt er. Neben der Produktion von Windkraftanlagen sei es auch wichtig, in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Innoven beschäftigt zurzeit sieben Mitarbeiter. Das Preisgeld soll in die Forschungsaktivitäten gesteckt werden.